Agroforst und regenerative Landwirtschaft
Steigende Wetterextreme, längere Trockenphasen und zunehmender Kostendruck zwingen viele landwirtschaftliche Betriebe zum Umdenken. Immer mehr Landwirte setzen deshalb auf Agroforstsysteme und regenerative Bewirtschaftungskonzepte.
Ein bekanntes Beispiel ist der brandenburgische Bio-Landwirt Benedikt Bösel. Auf seinem Betrieb kombiniert er Ackerbau, Agroforst, extensive Rinderhaltung und regenerative Landwirtschaft, um die Widerstandsfähigkeit seiner Flächen gegenüber Trockenheit und Klimarisiken zu erhöhen.
Was ist Agroforst?
Agroforstsysteme verbinden landwirtschaftliche Nutzung mit Baum- und Gehölzstrukturen auf derselben Fläche.
Mögliche Vorteile:
- bessere Wasserspeicherung im Boden
- Schutz vor Wind- und Bodenerosion
- höhere Biodiversität
- langfristige Kohlenstoffbindung
- zusätzliche Ertragsquellen durch Holz, Energieholz oder Wertholz
Gerade auf trockenen Standorten gewinnen solche Systeme zunehmend an Bedeutung.
Regenerative Landwirtschaft gewinnt an Bedeutung
Neben Agroforst setzen viele Betriebe auf:
- reduzierte Bodenbearbeitung
- Direktsaatverfahren
- vielfältige Fruchtfolgen
- Zwischenfruchtanbau
- ganzjährige Bodenbedeckung
Ziel ist die Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit und der Wasserspeicherfähigkeit.
Chancen für Landwirte und Investoren
Für Eigentümer landwirtschaftlicher Flächen ergeben sich daraus neue Perspektiven:
- langfristige Sicherung der Ertragsfähigkeit
- mögliche CO₂-Zertifikate und Umweltleistungen
- zusätzliche Einnahmequellen
- höhere Resilienz gegenüber Wetterextremen
Die Verbindung von Agroforst, regenerativer Landwirtschaft, Agri-PV und moderner Weidehaltung könnte künftig zu den wichtigsten Entwicklungsrichtungen im ländlichen Raum gehören.
Francksen-Einschätzung
Die Landwirtschaft der Zukunft wird nicht ausschließlich über höhere Erträge wachsen, sondern über höhere Widerstandsfähigkeit.
Besonders auf Standorten mit zunehmender Trockenheit sollten Landwirte frühzeitig prüfen, welche Kombination aus Agroforst, Agri-PV, Weidehaltung, Wasserretention und regenerativer Bewirtschaftung langfristig die besten wirtschaftlichen Ergebnisse ermöglicht.
Quelle:
bauernzeitung
aktuelle Unternehmer-Tipps zum Thema „Für Eigentümer landwirtschaftlicher Flächen ergeben sich neue Perspektiven“ | Francksen
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Klaus Francksen
Fachmakler für Agrar-Immobilien und Geschäftsführer / Allein-Gesellschafter der FRANCKSEN Wirtschaftskontor GmbH.
Mitgliedschaften: u.a. bei:
- Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).
- Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht (DGAR).
- Deutscher Bauernverband (DBV).

