Windparks unter Druck

🌬️ Sinkende Pachten – was Landeigentümer jetzt beachten sollten

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Der Markt für neue Windparks steht aktuell stark unter Druck. Zwar werden mehr Anlagen genehmigt, doch viele Projekte scheitern später in den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur.

Für Flächeneigentümer und Landwirte hat das direkte Folgen:
Projektierer versuchen zunehmend, Windpachten nachzuverhandeln oder zu senken.


📉 Warum Windpachten sinken

Mehrere Faktoren belasten derzeit die Wirtschaftlichkeit neuer Windparks:

1. Zu viele genehmigte Projekte

2026:

KategorieLeistung
genehmigte Projekte~25 GW
Zuschläge in Ausschreibungen~11 GW

➡ Viele Projekte bleiben ohne Zuschlag.


2. Höhere Kosten

Projektierer kämpfen mit:

  • steigenden Anlagenpreisen
  • höheren Zinsen
  • mehr Eigenkapitalanforderungen der Banken

Dadurch wird die Wirtschaftlichkeit vieler Projekte deutlich schlechter.


3. Sinkende EEG-Zuschlagswerte

Die Zuschläge der Bundesnetzagentur sinken.

Jahr / AusschreibungZuschlagswert
Aug. 20247,33 ct/kWh
Nov. 20256,06 ct/kWh

Experten erwarten weiterhin:

➡ Rückgang um 0,2–0,3 ct/kWh pro Runde.


💰 Wie stark Windpachten fallen

Die Zeiten der sehr hohen Pachten aus den Boomjahren 2021–2024 sind vorbei.

Typische Entwicklung:

ZeitraumPachtanteil
Boomphase8–10 % der Stromerlöse
aktuell teilweise4,5–7 %

➡ Rückgänge um 20–50 % sind derzeit üblich.


🧾 Beispiel Wirtschaftlichkeit einer Anlage

Beispiel:

7-MW-Windanlage
Jahresproduktion: 16,5 Mio. kWh

ZuschlagswertJahreserlös
7,35 ct/kWh1.455.300 €
6,06 ct/kWh1.199.880 €

➡ Differenz: 255.420 € weniger pro Jahr

Dieser Druck wird häufig an die Flächeneigentümer weitergegeben.


🧠 Strategien für Landeigentümer

Experten raten Landwirten, nicht vorschnell nachzugeben.

1. Mehrerlösklausel vereinbaren

Die Pacht sollte nicht nur vom EEG-Zuschlag abhängen.

Zusätzliche Erlöse können entstehen durch:

  • höhere Börsenstrompreise
  • Stromvermarktung
  • Power-to-Gas-Projekte
  • CO₂-Zertifikate.

2. Beteiligungsoption sichern

Eine Beteiligung am Windpark kann sehr interessant sein.

Vorteile:

  • zusätzliche Rendite
  • Option kann später auch verkauft werden.

3. Nachverhandlungsklauseln

Wichtige Vertragsbestandteile:

  • Anpassung bei Gesetzesänderungen
  • Transparenz bei Stromerlösen
  • klare Rückbaupflicht.

4. Projektierer genau prüfen

Der Markt steht vor einer Konsolidierungswelle.

Viele kleinere Projektierer geraten unter Druck.

Deshalb wichtig:

  • Bonität prüfen
  • Finanzierungspartner prüfen
  • langfristige Stabilität des Projektierers bewerten.

⚡ Strompreise bleiben relativ stabil

Interessant ist:
Trotz geopolitischer Krisen bleibt der Strommarkt relativ stabil.

Der Grund:

  • hoher Anteil erneuerbarer Energien
  • geringere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

📊 Fazit

Der Windmarkt erlebt aktuell eine schwierige Phase.

Für Landwirte bedeutet das:

  • Pachtforderungen werden häufiger nachverhandelt
  • Projekte werden selektiver umgesetzt
  • der richtige Vertrag wird entscheidend.

Wer gute Standorte und genehmigte Projekte besitzt, sollte jedoch weiterhin versuchen, faire Konditionen zu sichern und variable Erlösmodelle einzubauen.


Quelle:

topagrar

weitere Infos gibt es hier

aktuelle Unternehmer-Tipps zum Thema „Landwirte sollten faire Wind-Konditionen sichern und variable Erlösmodelle einbauen“ | Francksen

Inhalte mit KI erstellt oder verändert | ohne Gewähr!

Klaus Francksen - Erfahrung in Bewertung, Vermittlung, und Verkauf von landwirtschaftlichen Immobilien

Klaus Francksen

Fachmakler für Agrar-Immobilien und Geschäftsführer / Allein-Gesellschafter der FRANCKSEN Wirtschaftskontor GmbH.
Mitgliedschaften: u.a.  bei:

  • Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).
  • Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht (DGAR).
  • Deutscher Bauernverband (DBV).

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