Warum Kommunen langfristig profitieren können

Energiewende 2026

Die Diskussion um Windkraft, Solarparks, Batteriespeicher und Wärmenetze wird oft emotional geführt. Tatsächlich zeigt sich aber immer deutlicher:

Kommunen werden zu den großen wirtschaftlichen Gewinnern der dezentralen Energiewende gehören — wenn sie strategisch handeln.

Die Aussagen von Dr. Eva Bode vom Deutschen Städte- und Gemeindebund bestätigen dabei viele Entwicklungen, die sich bereits heute in Niedersachsen und Norddeutschland abzeichnen.


Die wichtigsten Chancen für Kommunen

1. Dauerhafte zusätzliche Einnahmen

Besonders relevant sind:

  • Gewerbesteuer
  • Pachtzahlungen
  • kommunale Beteiligungen
  • EEG-Kommunalabgabe (§ 6 EEG)
  • Wertschöpfung vor Ort

Gerade Windparks können langfristig erhebliche Einnahmen erzeugen.

Beispiel:

Eine moderne 7-MW-WEA kann für eine Kommune schnell:

  • sechsstellige Gewerbesteueranteile
  • zusätzliche EEG-Beteiligungen
  • Infrastrukturinvestitionen
  • höhere regionale Kaufkraft

bedeuten.

Für strukturschwächere ländliche Räume ist das teilweise vergleichbar mit einem neuen mittelständischen Industrieunternehmen.


2. Regionale Unabhängigkeit wird strategisch wichtiger

Die letzten Jahre haben gezeigt:

  • Energiepreise bleiben volatil
  • geopolitische Risiken steigen
  • Versorgungssicherheit wird wichtiger

Kommunen mit:

  • eigener Windenergie
  • PV-Anlagen
  • Batteriespeichern
  • Nahwärmenetzen
  • Biogas
  • Power-to-Heat

werden langfristig deutlich robuster.


3. Wärmeversorgung wird zum Schlüsselthema

Der Strombereich steht oft im Fokus — tatsächlich wird aber die kommunale Wärmeversorgung einer der größten Zukunftsmärkte.

Besonders interessant:

  • Nahwärmenetze
  • Großwärmepumpen
  • Biogas-Wärme
  • Power-to-Heat
  • Kombination mit Batteriespeichern
  • saisonale Wärmespeicherung

Gerade ländliche Kommunen können dadurch enorme Standortvorteile gewinnen.


4. Batteriespeicher verändern die Spielregeln

Großbatteriespeicher entwickeln sich aktuell extrem dynamisch.

Die Vorteile für Kommunen:

  • Netzstabilität
  • lokale Stromnutzung
  • zusätzliche Gewerbesteuer
  • bessere Integration von Wind & PV
  • neue Industrieansiedlungen
  • Ladeinfrastruktur für E-Mobilität

Allerdings zeigen die aktuellen Diskussionen auch:

  • Netzanschlüsse werden zum Engpass
  • politische Unsicherheit bremst Investoren
  • Förderbedingungen ändern sich schneller

Hier gewinnen Kommunen mit schneller Planungskompetenz massiv an Bedeutung.


5. Akzeptanz steigt durch Beteiligung

Ein zentraler Punkt der Studie:

Menschen akzeptieren Energieprojekte deutlich stärker, wenn sie selbst profitieren.

Das betrifft:

  • Bürgerwindparks
  • Beteiligungsmodelle
  • Gemeindefonds
  • Infrastrukturmaßnahmen
  • günstige Wärme- oder Stromtarife

Die Zukunft gehört daher wahrscheinlich nicht rein externen Projektierern, sondern regionalen Beteiligungsmodellen.


Risiken und Konflikte bleiben

Natürlich gibt es weiterhin Herausforderungen:

Belastungen:

  • Landschaftsbild
  • Flächenkonkurrenz
  • Netzausbau
  • Infrastrukturbelastung
  • Akzeptanzprobleme
  • höhere Bodenpreise

Zusätzlich problematisch:

  • regulatorische Unsicherheit
  • EEG-Reformen ab 2027
  • Netzengpässe
  • Diskussionen über Förderungen
  • chinesische Wechselrichter-Thematik
  • Cybersecurity-Risiken

Strategische Entwicklung bis 2035

Die entscheidende Frage lautet künftig nicht mehr:

„Ob Energiewende?“

sondern:

„Wer kontrolliert die Wertschöpfung?“

Die größten Gewinner werden wahrscheinlich:

  • Kommunen mit Beteiligungsmodellen
  • regionale Betreiberstrukturen
  • Landwirte mit Eigenbeteiligung
  • Bürgerenergiegesellschaften
  • kommunale Energieverbünde

sein.


Perspektive für Norddeutschland

Für Unternehmer und Landwirte ergeben sich daraus besonders interessante Kombinationen:

  • Wind + Speicher
  • Agri-PV + Landwirtschaft
  • Batteriespeicher + Arbitrage
  • Nahwärme + Biogas
  • Eigenstrommodelle
  • kommunale Beteiligungsgesellschaften
  • regionale Energieholding-Strukturen

Gerade in Kombination mit:

  • Hofnachfolge
  • Vermögensschutz
  • langfristigen Pachteinnahmen

kann die Energiewende zu einem entscheidenden Vermögensbaustein werden.


Mehr Informationen:

www.francksen.com

Quelle:

topagrar

weitere Infos gibt es hier

aktuelle Unternehmer-Tipps zum Thema „Kommunen können zu den großen Gewinnern der dezentralen Energiewende gehören“ | Francksen

Inhalte mit KI erstellt oder verändert | ohne Gewähr!

Klaus Francksen - Erfahrung in Bewertung, Vermittlung, und Verkauf von landwirtschaftlichen Immobilien

Klaus Francksen

Fachmakler für Agrar-Immobilien und Geschäftsführer / Allein-Gesellschafter der FRANCKSEN Wirtschaftskontor GmbH.
Mitgliedschaften: u.a.  bei:

  • Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).
  • Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht (DGAR).
  • Deutscher Bauernverband (DBV).

Vertrauen Sie auf
meine Erfahrung:


Bewertung, Vermittlung und Kaufabwicklung von landwirtschaftlichen Immobilien und Anlagegütern

+49 (4733) 9225-0
info@francksen.com

Nach oben scrollen