Warum die Gaspreise steigen

trotz scheinbar günstiger Endkundenpreise

Der europäische Gasmarkt ist aktuell fundamental angespannt:

  • TTF-Preis ~35 €/MWh (nahe 7-Monats-Hoch)
  • EU-Gasspeicher nur noch ~39 %, Deutschland sogar ~30 %
  • Schwache Windstromerzeugung → mehr Gasverstromung
  • Kältephasen ab Mitte Februar wahrscheinlich → höherer Heizbedarf

Dass Neukundenpreise in Deutschland mit ~8,1 ct/kWh dennoch vergleichsweise niedrig sind, liegt vor allem an:

  • zeitverzögerter Weitergabe von Großhandelspreisen,
  • langfristigen Beschaffungen der Versorger,
  • politischem und regulatorischem Preisdruck.

👉 Wichtig: Diese Preise spiegeln nicht die aktuelle Marktlage wider. Sie können sich mit Verzögerung deutlich anpassen.


Gasspeicher fast leer – Sommer 2026 wird zum Engpass

Besonders kritisch ist die Speicherperspektive:

  • Erwarteter Füllstand Ende März: ~26 %
  • Gesetzliches Ziel: 90 % bis 1. Dezember
  • → sehr hohe Einspeisemengen im Sommer 2026 nötig

Problematisch dabei:

  • Sommerpreise 2026 liegen über Winterpreisen
    → kein wirtschaftlicher Anreiz zum Einspeichern
  • Normalerweise müssten Winterpreise deutlich höher sein als Sommerpreise

Das deutet auf:

  • Markterwartungen staatlicher Eingriffe oder
  • Fehlannahmen über eine „bequeme“ LNG-Versorgung oder
  • zunehmende Spekulation (hohe Fondspositionen am TTF)

👉 Für den Markt ist das ein Warnsignal, kein Entspannungssignal.


LNG ersetzt Russland – aber nicht ohne Risiken

Die EU steigt bis Ende 2027 vollständig aus russischem Gas aus:

  • Wegfall: 33 Mrd. m³ (≈ 12 % der EU-Importe)
  • Ersatz: fast ausschließlich LNG, vor allem aus den USA

Zwar:

  • LNG-Importe 2025: >175 Mrd. m³
  • Prognose 2026: +7 % weltweite LNG-Produktion
  • 2025–2030: +300 Mrd. m³ neue Kapazitäten

Aber:

  • LNG ist global umkämpft
  • bei Kälteperioden konkurriert Europa mit Asien
  • niedrige Speicher = hohe Winterpreisrisiken, selbst bei gutem LNG-Angebot

Konkrete Folgen für Landwirte

Für landwirtschaftliche Betriebe heißt das:

Kurzfristig (2026):

  • erhöhtes Risiko sprunghafter Gaspreisanstiege
  • Unsicherheit bei Trocknung, Heizung, Prozesswärme
  • steigende Kosten für Düngemittel (Gas als Vorprodukt)

Mittelfristig (2026–2028):

  • höhere Volatilität statt stabiler Preisniveaus
  • stärkerer politischer Einfluss auf den Markt
  • LNG-Preisbindung an globale Krisen

Handlungsempfehlungen für Betriebe

Gerade jetzt sinnvoll:

  • 🔒 Teilweise Preisabsicherung (Fix- oder Korridorverträge)
  • 🔥 Substitution prüfen: Biogas, Wärmenetze, Hackschnitzel
  • Eigenstrom & Speicher zur Reduktion von Gasverstromungskosten
  • 📊 Energiebedarf flexibilisieren (Lastverschiebung, Sommernutzung)

Quelle:

landundforst

weitere Infos gibt es hier

aktuelle Unternehmer-Tipps zum Thema „Konkrete Folgen und Handlungsempfehlungen für Landwirte und Betriebe“ | Francksen

Inhalte mit KI erstellt oder verändert | ohne Gewähr!

Klaus Francksen - Erfahrung in Bewertung, Vermittlung, und Verkauf von landwirtschaftlichen Immobilien

Klaus Francksen

Fachmakler für Agrar-Immobilien und Geschäftsführer / Allein-Gesellschafter der FRANCKSEN Wirtschaftskontor GmbH.
Mitgliedschaften: u.a.  bei:

  • Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).
  • Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht (DGAR).
  • Deutscher Bauernverband (DBV).

Vertrauen Sie auf
meine Erfahrung:


Bewertung, Vermittlung und Kaufabwicklung von landwirtschaftlichen Immobilien und Anlagegütern

+49 (4733) 9225-0
info@francksen.com

Nach oben scrollen