🐛 Larven statt Soja



In Pfaffing wurde auf einem landwirtschaftlichen Betrieb die erste modulare und skalierbare Insektenmastanlage Bayerns eröffnet.
Gefördert wird das Projekt mit 880.000 € aus der Bioökonomie-Förderung des Landes.
Im Mittelpunkt steht die Zucht der Schwarze Soldatenfliege, deren Larven organische Reststoffe in Protein, Fett und Dünger umwandeln.
🔬 Wie die Insektenmast funktioniert
1️⃣ Rohstoffe
- Lebensmittelreste
- pflanzliche Nebenprodukte
- organische Reststoffe
2️⃣ Aufbereitung
Material wird gereinigt und zu einem Nährsubstrat verarbeitet.
3️⃣ Mastphase
Larven wachsen in klimatisierten Modulen innerhalb weniger Tage.
4️⃣ Verwertung
| Produkt | Nutzung |
|---|---|
| Insektenprotein | Tierfutter (Geflügel, Fisch, Haustiere) |
| Insektenfett | Futtermittel / Industrie |
| Frass (Restsubstrat) | organischer Dünger |
🌍 Warum das für Landwirtschaft interessant ist
Viele Betriebe stehen vor Problemen bei Eiweißfuttermitteln:
- hohe Importabhängigkeit von Soja
- starke Preisschwankungen
- Nachhaltigkeitsdruck
Insektenprotein kann einen Teil dieser Lücke schließen.
Gleichzeitig werden laut EU jährlich etwa 88 Mio. Tonnen Lebensmittel weggeworfen – ein riesiges Rohstoffpotenzial für Insektenfarmen.
🚜 Kombination mit Landwirtschaft
Die Anlage arbeitet mit modularen Mastcontainern („ReFarmUnits“) der REPLOID Group AG.
Besonders interessant ist die Kombination mit:
Biogasanlagen
- Nutzung von Abwärme
- Nutzung organischer Reststoffe
Landwirtschaftliche Nebenprodukte
- Getreide-Nebenströme
- Kartoffelreste
- Gemüseabfälle
💰 Wirtschaftliche Perspektive
Insektenfarmen gelten als neuer Wachstumsmarkt im Agrarbereich.
Typische Erlösquellen:
- Proteinmehl für Futtermittelindustrie
- Insektenöl
- organischer Dünger
- Lizenz- oder Technologiepartnerschaften
Der Markt für alternative Proteine wächst stark, weil:
- Tierfutter nachhaltiger werden muss
- Aquakultur stark wächst
- Sojaimporte reduziert werden sollen.
📊 Politische Unterstützung
Das Projekt wird im Rahmen der bayerischen Bioökonomiestrategie
„Zukunft.Bioökonomie.Bayern.“ gefördert.
Unterstützt wurde die Anlage u. a. von
Hubert Aiwanger.
Ziel:
- regionale Kreislaufwirtschaft
- Ersatz fossiler Rohstoffe
- neue Einkommensquellen für Landwirte
📈 Strategische Einschätzung
Die Insektenzucht könnte für landwirtschaftliche Betriebe eine neue Einkommenssäule werden – ähnlich wie:
- Biogas (2005–2015)
- PV-Freiflächenanlagen
- Batteriespeicher
Besonders interessant für Betriebe mit:
- großen Reststoffströmen
- Biogasanlagen
- Energieüberschuss
- verfügbaren Hallenflächen
Quelle:
topagrar
aktuelle Unternehmer-Tipps zum Thema „Insektenfarmen gelten als neuer Wachstumsmarkt im Agrarbereich“ | Francksen
Inhalte mit KI erstellt oder verändert | ohne Gewähr!

Klaus Francksen
Fachmakler für Agrar-Immobilien und Geschäftsführer / Allein-Gesellschafter der FRANCKSEN Wirtschaftskontor GmbH.
Mitgliedschaften: u.a. bei:
- Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).
- Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht (DGAR).
- Deutscher Bauernverband (DBV).

