Wieso Inflation?
Trotz allgemein steigender Preise gibt es Waren, die über Jahrzehnte massiv billiger geworden sind. Besonders Elektronik sticht hervor: Fernseher kosten laut Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) heute über 90 Prozent weniger als in den 1970er-Jahren. Auch Waschmaschinen und Kühlschränke sind deutlich erschwinglicher geworden. Selbst wenn Qualitätseffekte statistisch herausgerechnet werden, bleibt der starke Preisverfall bestehen.
Auch Lebensmittel und Kleidung sind langfristig günstiger geworden. Zucker kostet heute rund 40 Prozent weniger als vor 20 Jahren, Damenbekleidung sogar fast 50 Prozent weniger. Gründe sind globale Lieferketten, Produktivitätsgewinne und Massenproduktion.
Warum sich Inflation trotzdem teuer anfühlt
Während viele Konsumgüter billiger wurden, steigen die Kosten in anderen Bereichen stark. Wohnen, Energie und Dienstleistungen verschlingen heute einen deutlich größeren Anteil des Einkommens. Technischer Fortschritt und Globalisierung entlasten zwar bei Produkten – der finanzielle Druck hat sich aber auf Alltagskosten verlagert. Entscheidend ist daher nicht, ob alles teurer wurde, sondern wofür Haushalte heute ihr Geld ausgeben müssen.
Quelle:
wiwo
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Klaus Francksen
Fachmakler für Agrar-Immobilien und Geschäftsführer / Allein-Gesellschafter der FRANCKSEN Wirtschaftskontor GmbH.
Mitgliedschaften: u.a. bei:
- Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG).
- Deutschen Gesellschaft für Agrarrecht (DGAR).
- Deutscher Bauernverband (DBV).

